Tierheim
Das Tierheim hat gleich zwei Aufgaben: Zum einen
nimmt es Tiere auf, die entweder gefunden oder aus persönlichen
Gründen abgegeben werden müssen. Zum Anderen kümmert sich das
Tierheim gleichzeitig um die Vermittlung solcher Tiere.
Manchmal lässt sich die Abgabe eines Tieres nicht vermeiden. Sei es
durch Allergien, durch einen unumgänglichen Umzug oder aus
finanziellen Gründen. Das Tierheim nimmt all diese Tiere, gleich
welcher Art, auf und kümmert sich vor der Vermittlung um deren
Gesundheitszustand. Der erste Weg jedes Tieres ist die Quarantäne.
Dort wird das Tier von einem Tierarzt untersucht, geimpft, entwurmt
und gechipt. Ist alles in Ordnung, so kann das Tier nach einer
Wartezeit von etwa zwei Wochen vermittelt werden. Diese zwei Wochen
geben dem bisherigen Halter die Möglichkeit, das Tier zurück zu
holen oder sich überhaupt zu melden, wenn das Tier entlaufen ist.
Im Tierheim findet man neben Hunden und Katzen auch Kleintiere,
Vögel und manchmal sogar Tiere wie Esel oder Ziegen, die zur
Vermittlung bereit sind. Somit bietet das Tierheim eine tolle
Alternative zu Züchtern. Hat man Interesse an einem Haustier, so
kann man sich im Tierheim ausgiebig umschauen. Der Nachteil ist,
dass die Mitarbeiter über Fundtiere weniger wissen, als über
ehrlich abgegebene Tiere. Gerade bei schon ausgewachsenen Hunden
oder Katzen kann dies zu Problemen führen. Ein seriöses Tierheim
zeichnet sich aber dadurch aus, dass es die Tiere so gut wie
möglich auf das Verhalten testet. So werden die verschiedensten
Hunde unter Aufsicht zusammengeführt, mit Katzen in einen Raum
gebracht und dergleichen. So kann das Personal den Interessenten
meist einige Auskünfte geben. Je ausgiebiger ein Tierheim
organisiert ist, desto besser funktioniert auch die reibungslose
Vermittlung. Manch ein Tierheim stellt sogar eigene Trainer ein,
die mit den Listenhunden und Hunden über 40 cm Schulterhöhe für den
Wesenstest trainieren. Nur damit kann eine erfolgreiche Vermittlung
erfolgen. Ein seriöses Tierheim erwartet vom neuen Halter, gleich
welcher Hund ausgewählt wird, eine Sachkundeprüfung. So wird
Tierquälerei und Tierversuchen weitestgehend vorgebeugt. Bevor Sie
sich ein Tier aus dem Tierheim nach Hause holen, sollten Sie es
einige Male im Tierheim besuchen und prüfen, ob die „Chemie“
stimmt. Somit können Sie vorweg eine nötige Rückgabe des Tieres
vermeiden. Während man einen Hund im Tierheim einige Male ausführen
kann, bevor man es mit nach Hause nimmt, besteht bei Katzen und
Kleintieren die Möglichkeit, sich zu ihnen ins Haus zu setzen und
mit ihnen ausgiebig zu kuscheln. In einem guten Tierheim wird
darauf geachtet, ob Sie sich mit dem Tier verstehen und wie sich
das Tier Ihnen gegenüber verhält.